Grundwassersanierung
Ehem. HABRA, Darmstadt
Projekt-Kurzbeschreibung:
Ort: Darmstadt, Hessen
Schaden: LHKW-Kontamination
Verfahren: Pump and Treat
Durchsatz: 10 m³/h
Zeitrahmen: 1999 bis 2004
Anlagenverfügbarkeit: 97 %
Auftragsvolumen: 390 T€
Auf dem Gelände einer ehemaligen Druckmaschinenfabrik in Darmstadt wurde eine Kontamination des Bodens und des Grundwassers durch LHKW festgestellt. Die LHKW-Belastung betrifft im wesentlichen den oberen Bereich eines dreischichtigen Grundwasserleiters von ca. 28 - 36 m u. GOK.
Von Mai bis Dezember 1999 wurde eine Bodenluftabsaugung der ungesättigten Bodenzone im Bereich der vermuteten Schadstoffeintragsstelle durchgeführt. Von März 1999 bis Dezember 2004 wurde eine Grundwassersanierung betrieben.
Zur Grundwassersanierung wurde das verunreinigte Grundwasser aus vier Sanierungsbrunnen gefördert und einer einstufigen Desorptionsanlage (Stripanlage) zugeführt. Nach Passage eines Kiesfilters zur Partikelrückhaltung und Kalkabscheidung durchlief das Grundwasser eine zweistufige Wasseraktivkohlefilter-Anlage. Anschließend erfolgte die kontrollierte Wiederversickerung des Reinwassers mittels Versickerungsbrunnen. Die Reinigung der LHKW-beladenen Abluft aus dem Stripturm erfolgte über eine zweistufige Luftaktivkohlefiltereinheit.
Die Anlagensteuerung und -überwachung wurden mittels DFÜ (Datenfernübertragung über Telefonleitung) organisiert.
Die Sanierungsmaßnahme wurde im Dezember 2004 erfolgreich abgeschlossen. Die Sanierung wird im Auftrag der Stadt Darmstadt durchgeführt und durch ein unabhängiges Ingenieurbüro (Fa. TerraConsult GmbH) überwacht.
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